Lkw-Standzeiten minimieren – optimale Be- und Entladung von Lastkraftwagen
2019-01-17 11:11
von Kevin Kussyk
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Lkw-Standzeiten minimieren – optimale Be- und Entladung von Lastkraftwagen

3D-Laderaumplaner für Lkw-Fahrer: Der digitale Assistent zur Optimierung der Be- und Entladung des Lkws

© abat AG

Allgemein

In der Transportlogistik gibt es einen enormen Kostendruck. Die hohen Kosten werden durch zeitaufwendige manuelle Prozesse, Leerfahrten und ungeplante Lkw-Standzeiten verursacht. Ungeplanten Standzeiten entstehen sehr häufig durch komplizierte Beladungspläne, die Suche nach den richtigen Packstücken, das Umlagern von Packstücken und vieles mehr. Alle diese Aspekte verlängern die Standzeiten beim Be- und Entladen eines Lkws. Deshalb ist hier einzugreifen sehr lukrativ, denn durch eine Optimierung können hohe Personalkosten eingespart werden.

Das SAP Transportation Management (SAP TM) bietet die Möglichkeit, aus einem Frachtauftrag den dazugehörigen Ladeplan zu generieren. Diese Informationen sind zurzeit allerdings nur im SAP-Standard einsehbar: Hier sieht sie der Disponent, der die Frachtaufträge plant. Er benötigt die Ladepläne jedoch gar nicht. Stattdessen sind sie für den Lkw-Fahrer relevant – bisher existierte jedoch keine Möglichkeit, ihm diese Informationen auch zugänglich zu machen.

Um die Kosten für Lkw-Standzeiten zu senken, wurde von abat der digitale Assistent zur 3D-Laderaumplanung entwickelt. Mit dieser App bekommt der Fahrer alle relevanten Informationen direkt aus dem SAP TM: den generierten Ladeplan, sowie die bereits im SAP-System enthaltenen Packstückinformationen, wie z.B. Größe und Position. Die Bereitstellung erfolgt über eine mobile Datenschnittstelle, auf das Endgerät (Handy/Tablet) des Lkw-Fahrers. Dadurch kann der bereits durch den Disponenten erstellte Beladungsplan, digital als 3D-Modell des Laderaums, inklusive Packstücke dargestellt werden – analog zum SAP TM. Außerdem können hierdurch kurzfristige, vom Disponenten vorgenommene Änderungen direkt und visuell dem Lkw-Fahrer mitgeteilt werden. Fahrerdokumente müssen nicht mehr ausgedruckt werden und Gefahrgut wird extra gekennzeichnet.

Durch den 3D-Laderaumplan werden Transportprozesse flexibler, schneller und einfacher. Der Disponent kann den Frachtauftrag jederzeit ändern, muss ihn nicht neu ausdrucken und kann so dem Fahrer die Änderungen auf direktem Weg mitteilen. Kleine Änderungen können somit schnell vorgenommen werden, ohne zusätzlichem Kommunikationsaufwand zwischen Disponent und Lkw-Fahrer. Zusätzlich wird auch die Be- und Entladung mithilfe des 3D-Laderaumplanes enorm erleichtert. Denn die Applikation stellt eine deutlich größere Übersichtlichkeit und Transparenz für beide Seiten bereit. Sie kann plattformunabhängig eingesetzt werden und stellt sich auf unterschiedliche Bildschirmgrößen responsiv ein. Für den Endnutzer sind die gesamte Laderaumplanung sowie weiterführende Informationen zu den Packstücken sichtbar. Zur besseren Darstellung werden die ausgewählten Packstücke farblich markiert. Die Farbgebung der Packstücke kann individuell angepasst werden. Funktionen wie interaktives Drehen und Zoomen des gesamten Models erleichtern die Arbeit und runden das intuitive Bedienkonzept ab.

Prozessablauf der Applikation

© abat AG

QR-Code scannen:

Zunächst erhält der Fahrer QR-Codes zu seinen Frachtaufträgen. Diese werden mit einem integrierten Barcodescanner eingelesen. Dadurch erhält die App alle relevanten Daten des jeweiligen Frachtauftrags. Nach dem Scannen wird automatisch der zweite Schritt des Prozesses ausgeführt.

Daten laden:

Der zweite Schritt ist das Laden der Daten mittels eines OData-Requests direkt aus dem SAP TM. Dieses erfolgt automatisch durch die App. Damit der Lkw-Fahrer immer auf dem neusten Stand ist, wird dieser Schritt in kontinuierlichen Abständen wiederholt.

Packstücke wählen:

Nach dem Laden der Daten werden die Frachteinheiten und Lieferungen zum Frachtauftrag angezeigt. Diese können ausgewählt werden, um sie im Ladeplan farblich zu markieren. Dadurch kann der Lkw-Fahrer bei der Entladung die richtigen Packstücke schneller finden, bzw. bei der Beladung einfacher auf der richtigen Position abstellen.

Ladeplan anzeigen:

Der vierte Schritt ist der 3D-Ladeplan. Dort wird dem Nutzer ein 3D-Modell der Laderaumplanung angezeigt. Zusätzlich sind die Packstücke farblich markiert, die vorher ausgewählt wurden. Der Lkw-Fahrer kann dieses 3D-Modell nach Belieben drehen und zoomen.

Informationen zu Packstück abrufen:

Der letzte Schritt im Prozess ist das Abrufen weiterer Informationen zu einem Packstück. Durch das Auswählen eines Packstückes auf dem 3D-Modell werden dem Anwender detailierte Informationen zu einem Packstück angezeigt, z.B. die Größe, die Frachteinheit oder ob es stapelbar ist.

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