Was ist mit der Packstückeinheit möglich?
2019-11-05 09:00
von Florian Brimmers
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Was ist mit der Packstückeinheit möglich?

Mit Embedded TM in SAP S/4HANA 1809 und Standalone 9.6 wurden die Packstückeinheit sowie mit ihr zusammenhängende Funktionen eingeführt. In einem früheren Blogbeitrag ging Stefan Trisch schon auf die Packstückeinheit an sich ein: Einführung der Packstückeinheit/Package Unit im Embedded TM in SAP S/4HANA 1809

In diesem Blogbeitrag möchte ich nun die Möglichkeiten der Packstückeinheit vorstellen.

Packstückbildung: Regelbasierender sowie detaillierter Ansatz

Der regelbasierende Ansatz bestimmt die vollständigen Produktpaletten und kann gemischte Packstücke erstellen. Die detaillierte Packstückbildung bestimmt die Positionen und Ausrichtungen der Produkte der höchsten Ebene in gemischten Packstücken. Beide Ansätze haben das Ziel, die erstellten Packstücke (Paletten) zu minimieren und möglichst viele Produkte in einem Packstück zu konsolidieren.

Packstückbildung: Regelbasierender sowie detaillierter Ansatz

Frühe Packstückbildung (in früheren Releases schon verfügbar)

In der Frachteinheitsbildungsregel kann ein Paketbildungsprofil hinterlegt werden. Damit erstellt die Frachteinheitsbildungsregel keine Frachteinheiten mehr, sondern Packstücke. Das hat den Vorteil, dass Produkte schon auf den entsprechend hinterlegten Packstücken verplant sind und dies nicht mehr manuell in der Frachteinheit erledigt werden muss. Pro Kunde und Produkt können verschiedenste Regeln hinterlegt werden. Beispielsweise wie die Produkte in den Packstücken gestellt werden oder in welche Art von Packstück die Produkte kommissioniert werden. Hierbei kommt ein sehr hoher Anteil an Individualität zum Tragen.

Bei dieser Art der Packstückbildung werden nur Produkte aus einem Speditionsauftrag, in einem oder mehreren Packstücken gebündelt. Bei Produkten aus mehreren Speditionsaufträgen kommt die späte Packstückbildung zum Tragen.

Späte Packstückbildung (Konsolidierung der Frachteinheiten)

Wenn Produkte aus mehreren Aufträgen zusammengefasst werden sollen, eignet sich die späte Packstückbildung mehr. Hierbei werden erst die Frachteinheiten erstellt und nachträglich zu Packstücken zusammengefasst. Dies kann vor der Verplanung im Transport Cockpit geschehen oder nach Verplanung direkt im Frachtauftrag.

Zusätzlich können auch Frachteinheiten von verschiedenen Kunden in einem Packstück zusammengefasst werden – oder auch von nur einem Kunden, aus mehreren Aufträgen. Dabei kann ein Großteil individualisiert werden, z.B. ob die Packstücke sortenrein, kundenrein oder komplett gemischt erstellt werden sollen.

Nachstehend ist der Prozess abgebildet, wie die Frachteinheiten aus der FUB erstellt, mit dem VSR Optimierer auf Frachtaufträge verplant und dort die Frachteinheiten zu Packstücken konsolidiert werden (CPB). Abschließend werden die Packstücke dann mit dem Loadplanner (LP) im LKW verplant und visuell dargestellt.

Späte Packstückbildung (Konsolidierung der Frachteinheiten)

Ausrichtung der Produkte im Packstück

Eine weitere Neuerung bestimmt die Ausrichtung der Produkte im Packstück. Um das Packstück optimal auszulasten kann man Einstellungen vornehmen, wie die Produkte im Packstück ausgerichtet werden dürfen. So lassen sich ausgewählte Produkte auch horizontal oder vertikal ausrichten. Dadurch wird der Platz in einem Packstück optimal ausgenutzt und die Anzahl der Packstücke kann reduziert werden.

Ausrichtung der Produkte im Packstück
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