Stammdaten mit KI – bereinigen, erschließen, migrieren

Stammdaten entscheiden darüber, wie reibungslos ein SAP-System im Alltag funktioniert und wie viel Aufwand eine Migration tatsächlich kostet. In der Praxis zeigen sich dabei zwei Problemtypen, die auf den ersten Blick verschieden wirken, aber denselben Ursprung haben: zu wenig Zeit und Aufmerksamkeit für die Datenqualität im laufenden Betrieb. Das eine sind Stammdaten, die im System stehen, aber über Jahre unstrukturiert gewachsen sind: inkonsistente Freitexte, hunderte Varianten desselben Inhalts, keine gemeinsame Struktur. 

Das andere sind Produktdaten, Spezifikationen und technische Informationen, die in PDFs, Tabellen und Zeichnungen schlummern, aber nie als strukturierte Stammdaten ins SAP-System übertragen wurden. abat löst beide Probleme mit KI-gestützten Agenten, die dort ansetzen, wo manuelle Arbeit an ihre Grenzen stößt.

Stammdaten intelligent bereinigen

Wie konsolidiert KI die gewachsenen Freitexte?

Der Prozess basiert auf mehreren, aufeinander abgestimmten KI-Verfahren:

  • Semantische Analyse statt Syntax:  Statt Texte nur syntaktisch zu vergleichen, kommen Large Language Models, Embeddings und Clustering-Algorithmen zum Einsatz, um inhaltliche Bedeutungen zu erkennen – unabhängig von Wortwahl, Schreibweise oder Sprache.
  • Semantische Konsolidierung:  Mehrere hundert oder tausend Versandtexte werden semantisch gruppiert und vereinheitlicht – aus rund 1.000 gewachsenen Texten werden etwa 100 klar definierte, standardisierte und fachlich korrekte Inhalte.
  • Nachvollziehbare Ergebnisse:  Jede Zusammenfassung basiert auf erkannten inhaltlichen Gemeinsamkeiten und kann transparent überprüft werden. Die Fachbereiche behalten stets die Kontrolle.

Vorteile der Stammdatenbereinigung

Weniger Komplexität: 
Deutlich reduzierte Stammdatenkomplexität durch semantische Konsolidierung.

KI statt manueller Analyse:  
Automatisierte Analyse statt manueller Bereinigung – schneller, konsistenter und skalierbar.

Höhere Datenqualität:
Nachvollziehbare Ergebnisse sorgen für eine verlässliche Basis bei SAP-Migrationen.

Volle Kontrolle:
Fachbereiche prüfen und steuern die Ergebnisse, während der manuelle Analyseaufwand deutlich sinkt.

Stammdaten erschließen – KI liest, was im System fehlt

In vielen Unternehmen sind produktrelevante Informationen zwar vorhanden, aber nicht dort, wo sie benötigt werden. Technische Daten, Maße, Spezifikationen oder Materialeigenschaften liegen häufig in Dokumenten, PDFs oder technischen Zeichnungen vor, sind aber nicht als strukturierte Stammdaten im SAP-System hinterlegt. abat setzt multimodale KI-Agenten ein, um diese Lücke zu schließen.

Wie liest KI Stammdaten aus Dokumenten und Zeichnungen?

Die Agenten analysieren Dokumente, Abbildungen und technische Zeichnungen, erkennen relevante Inhalte und extrahieren gezielt stammdatenrelevante Informationen:

  • Multimodale Dokumentenanalyse: Texte, Tabellen und visuelle Elemente werden gemeinsam ausgewertet, um auch komplexe Informationen zuverlässig zu erfassen.
  • Gezielte Extraktion: Stammdatenrelevante Werte werden aus Dokumenten und Zeichnungen erkannt und ausgelesen – statt manuell erfasst.
  • Zuordnung und Validierung: Die extrahierten Werte werden produktorientiert zugeordnet, validiert und für die Weiterverarbeitung im SAP-System vorbereitet.
     

Vorteile der Stammdatenerschließung

Höhere Datenqualität: 
Strukturierte, qualitativ hochwertige Stammdaten – direkt nutzbar für Logistik, Einkauf, Produktion und weitere Folgeprozesse.

Weniger manueller Aufwand:
Die aufwendige manuelle Erfassung entfällt weitgehend.

Wissen nutzbar machen:
Vorhandenes Wissen wird systematisch erschlossen und verwertbar.

Volle Kontrolle:
Fachbereiche behalten jederzeit die Kontrolle – Ergebnisse werden transparent und nachvollziehbar aufbereitet.

Flexibel erweiterbar:
Geeignet für einmalige Bereinigungsinitiativen ebenso wie für den kontinuierlichen Stammdatenaufbau.

Starten Sie Ihre Migration mit sauberen, vollständigen Daten

Wie viele Varianten desselben Versandtexts stecken in Ihrem System und wie viele technische Produktdaten existieren nur in PDFs und Zeichnungen, nicht in SAP? Sprechen Sie mit uns: Wir zeigen Ihnen an einem Ausschnitt Ihrer echten Daten, wie viel Potenzial semantische Konsolidierung und multimodale Extraktion freisetzen.

Beide Ansätze sind typische AI-Shore-Anwendungsfälle: klar umrissene Prozesse, die KI-Agenten übernehmen, während Ihre Fachbereiche die Kontrolle behalten. Mit AI-Shore verankern wir solche Lösungen dauerhaft in Ihrer Systemlandschaft – datenschutzkonform und integriert.

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Häufige Fragen Stammdaten mit KI

Die Bereinigung konsolidiert Daten, die bereits im System stehen. Das Erschließen holt Daten ins System, die bisher nur in Dokumenten und Zeichnungen existieren. Beide Ansätze ergänzen sich – gerade in Migrationsprojekten.

Nein, die Fachbereiche behalten die Kontrolle. Jede Zusammenfassung basiert auf erkannten inhaltlichen Gemeinsamkeiten und kann transparent überprüft werden, bevor sie ins Zielsystem übernommen wird. Die konsolidierten Inhalte bleiben fachlich korrekt.

Ja. Das Verfahren eignet sich für gewachsene Freitextfelder generell, wie z. B. Lieferanweisungen oder Zusatzinformationen. Die semantische Analyse erkennt Bedeutungen unabhängig von Wortwahl, Schreibweise oder Sprache.

Klassische Regeln vergleichen Texte syntaktisch und scheitern an unterschiedlichen Formulierungen desselben Inhalts. Die KI-Agenten erkennen die inhaltliche Bedeutung – dadurch lassen sich auch Texte zusammenführen, die auf Zeichenebene völlig verschieden aussehen.

Die Agenten werten nicht nur Text aus, sondern Texte, Tabellen und visuelle Elemente gemeinsam – zum Beispiel Maßangaben aus einer technischen Zeichnung zusammen mit den Spezifikationen aus dem zugehörigen Datenblatt. So werden auch komplexe Informationen zuverlässig erfasst.

Die Werte werden produktorientiert zugeordnet und validiert, bevor sie ins SAP-System übernommen werden. Die Ergebnisse sind transparent und nachvollziehbar aufbereitet – die Fachbereiche prüfen und behalten jederzeit die Kontrolle.

Vor der Datenübernahme ins Zielsystem: Je früher die Freitexte konsolidiert und fehlende Stammdaten erschlossen sind, desto schlanker startet das neue SAP-System – und desto weniger Altlasten wandern mit.

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Henrik Lienstromberg
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