SAP-Pentest

Warum SAP-Systeme zum strategischen Angriffsziel werden – und wie Unternehmen Resilienz aufbauen

Cover des abat Whitepapers: SAP-Pentest – Warum SAP-Systeme zum strategischen Angriffziel werden.

In einer Zeit zunehmender geopolitischer Spannungen, professionell organisierter Cyberkriminalität und wachsender regulatorischer Anforderungen rücken geschäftskritische IT-Systeme verstärkt in den Fokus von Angreifern. Besonders SAP-Systeme, als digitales Rückgrat zentraler Unternehmensprozesse, stellen dabei ein attraktives und zugleich oft unterschätztes Ziel dar.

Das Whitepaper von Tobias Stage beleuchtet die wachsende Bedeutung von SAP-Landschaften als strategisches Angriffsziel und zeigt, warum sie trotz hoher Investitionen in klassische IT-Sicherheit häufig unzureichend geschützt sind. Im Mittelpunkt stehen reale Angriffsszenarien sowie typische Schwachstellen wie ungepatchte Systeme, unsichere Schnittstellen, überprivilegierte Berechtigungen, kundenspezifischer Code und Insider-Risiken. Zudem wird erläutert, weshalb herkömmliche Penetrationstests diese Gefahren oft nicht erfassen und welche Besonderheiten SAP-spezifische Sicherheitsprüfungen auszeichnen.

Abschließend arbeitet das Whitepaper den strategischen Nutzen spezialisierter SAP-Penetrationstests für Vorstände, CIOs und CISOs heraus – insbesondere im Kontext von Risikomanagement, regulatorischer Compliance wie NIS2 oder KRITIS und der nachhaltigen Stärkung operativer Resilienz.

FAQ

Standard-Pentests konzentrieren sich meist auf die Netzwerk- und Webebene, erfassen aber nicht die komplexen SAP-eigenen Protokolle und Berechtigungslogiken. Ein spezialisierter SAP-Pentest hingegen prüft tiefgehend die Applikationsschicht, wie z. B. RFC-Schnittstellen und kundenspezifischen ABAP-Code, wo die eigentlichen Geschäftsrisiken liegen.

SAP-Systeme bilden das digitale Rückgrat eines Unternehmens und verarbeiten hochsensible Daten aus Finanzwesen, Produktion und Personal. Da sie oft tief vernetzt, historisch gewachsen und hochgradig individualisiert sind, bietet eine erfolgreiche Kompromittierung Angreifern die Chance, den gesamten Geschäftsbetrieb lahmzulegen oder strategische Informationen zu entwenden.

Häufig fokussieren sich SAP-Teams primär auf die Verfügbarkeit und Performance, während die IT-Security die allgemeine Infrastruktur absichert, wodurch die SAP-Sicherheit in eine Lücke fällt. Diese Trennung führt dazu, dass SAP-spezifische Risiken oft nur auf der technischen Ebene betrachtet oder sogar unbeachtet bleiben und nicht als integraler Bestandteil des Risikomanagements behandelt werden.

Moderne Richtlinien fordern von Unternehmen technische, operative und organisatorische Maßnahmen für ihre kritischen Prozesse. Ein spezialisierter SAP-Pentest liefert genau diesen auditfähigen Nachweis, indem er reale Angriffsszenarien dokumentiert und eine faktenbasierte Grundlage für notwendige Sicherheitsinvestitionen schafft.

Schnittstellen wie RFC-Verbindungen werden oft blind als vertrauenswürdig eingestuft, was Angreifern sogenannte „laterale Bewegungen“ ermöglicht. Wird ein weniger geschütztes Test- oder Entwicklungssystem kompromittiert, können sich Angreifer über diese Vertrauensbeziehungen bis in die produktiven Kernsysteme vorarbeiten.

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Möwen fliegen im Formationsflug über ruhiges Meer mit kleinen Inseln bei blauem Himmel.