KI-Agenten im SAP-Kontext: Was sie sind, was sie können und wie Unternehmen starten

Warum reicht SAP Joule als KI-Assistent nicht mehr aus?

SAP Joule ist seit seiner Einführung 2023 der zentrale KI-Assistent im SAP-Ökosystem. Nutzer stellen Fragen, Joule liefert Antworten, Zusammenfassungen oder Vorschläge – der Mensch entscheidet und handelt. Genau hier liegt die Grenze: Joule in seiner klassischen Form ist reaktiv. Es wartet auf eine Anfrage, bevor es aktiv wird. 

Ein KI-Agent tickt anders. Er beobachtet Prozesse eigenständig, erkennt Abweichungen, trifft Entscheidungen innerhalb definierter Grenzen und führt mehrstufige Aufgaben ohne ständige menschliche Freigabe aus. Statt nur zu antworten, handelt er siehe KI-Agenten im SAP-Umfeld.

SAP hat diesen Unterschied selbst erkannt und Joule in den letzten Quartalen konsequent von einem reinen KI-Assistenten zu einer vollwertigen Agentenplattform ausgebaut. Dazu gehören inzwischen sowohl spezialisierte Joule Agents, die konkrete Aufgaben eigenständig erledigen, als auch Joule Assistants, die als rollenbezogene Koordinatoren zwischen Mensch und Agenten vermitteln. Beide Bausteine sind mittlerweile in eine große Zahl von SAP-Lösungen eingebettet, von S/4HANA über SuccessFactors bis Ariba.

Ansicht von SAP Joule Studio. Quelle: SAP

Warum wird das Thema gerade jetzt so relevant?
Mehrere Entwicklungen kommen zusammen. Der Kostendruck in Finance, Einkauf und HR steigt, während Fachkräfte für repetitive Tätigkeiten knapp bleiben. Gleichzeitig erreichen große Sprachmodelle inzwischen eine Zuverlässigkeit, die den produktiven Einsatz in sensiblen ERP-Prozessen realistisch macht – vorausgesetzt, sie sind mit echten Geschäftsdaten und Prozesslogik verknüpft, statt isoliert auf allgemeinem Internetwissen zu basieren. SAP selbst beschreibt diese Entwicklung als Übergang von punktuellen KI-Erweiterungen zu einer durchgehend KI-basierten Unternehmensarchitektur, in der deterministische Systeme um eine Schicht für kontinuierliches Lernen und agentische KI ergänzt werden. 

Nach Einschätzung von Marktbeobachtern wird ein erheblicher Teil der Unternehmensanwendungen bis Ende 2026 aufgabenspezifische KI-Agenten enthalten – ein deutlicher Sprung gegenüber dem, was noch vor wenigen Jahren Standard war. Wer heute nicht versteht, was KI-Agenten im SAP-Kontext leisten können, verpasst einen Wettbewerbsvorteil, der sich in den kommenden Jahren kaum noch aufholen lässt.

Was ist ein KI-Agent im SAP-Umfeld genau?

Ein KI-Agent im SAP-Umfeld ist ein Softwaresystem, das auf Basis von Sprachmodellen und Geschäftsregeln eigenständig mehrstufige Aufgaben innerhalb von SAP-Prozessen plant, ausführt und überwacht – ohne dass ein Mensch jeden einzelnen Schritt freigeben muss. Er greift dabei auf reale Unternehmensdaten aus SAP-Systemen zu, versteht den fachlichen Kontext einer Aufgabe und kann mit anderen Agenten oder Systemen kommunizieren, um ein Ziel zu erreichen. Der entscheidende Unterschied zu einem Chatbot: Der KI-Agent liefert nicht nur eine Empfehlung, sondern führt die Aktion im System tatsächlich aus, etwa das Anlegen einer Bestellung, den Abgleich eines Kontos oder die Vorqualifizierung eines Bewerbenden.

Innerhalb dieses Konzepts unterscheidet SAP inzwischen zwei Rollen, die häufig verwechselt werden: Joule Agents und Joule Assistants. Ein Joule Agent ist auf eine konkrete fachliche Aufgabe spezialisiert und mit dem entsprechenden Prozesswissen ausgestattet, etwa das Prüfen von Rechnungen, das Planen von Fertigungsaufträgen oder das Vorbereiten von Mitarbeitendengesprächen – Beispiele sind der Digital Service Agent oder der Cash Positioning Agent. Weitere Beispiele finden sich im Discovery Center von SAP. Ein Joule Assistant setzt eine Ebene darüber an: Er versteht die Rolle und den fachlichen Kontext eines Nutzers, wandelt eine Absicht in konkrete Handlungsschritte um und koordiniert dafür einen oder mehrere passende Joule Agents.

Welche SAP-Technologien stecken dahinter?

KI-Agenten entstehen nicht im luftleeren Raum. Sie basieren auf einem Zusammenspiel mehrerer SAP-Technologien, die gemeinsam die technische Grundlage für SAP KI bilden.

SAP Joule: Die Oberfläche für Joule Agents, Joule Assistants und Joule Work

SAP Joule ist dabei die sichtbare Oberfläche, der Assistent beziehungsweise die Plattform, über die Nutzer mit Agenten interagieren, Aufgaben delegieren und Ergebnisse einsehen. Innerhalb von Joule laufen sowohl die spezialisierten Joule Agents als auch die koordinierenden Joule Assistants zusammen. Hinzu kommt der neue Arbeitsbereich Joule Work, der Aufgaben, Daten und Agentenworkflows an einer Stelle bündelt. Dort kann ebenfalls auf die verschiedenen Joule Agents und Joule Assistants zugegriffen werden.

SAP AI Core: Eigene und externe Modelle im Zusammenspiel

Die eigentliche Rechenleistung liefert SAP AI Core als technische Laufzeitumgebung, in der KI-Modelle trainiert, bereitgestellt und betrieben werden. Hier laufen die Modellaufrufe, die ein Agent für seine Entscheidungen benötigt, wahlweise mit SAP-eigenen Modellen wie dem für tabellarische Geschäftsdaten optimierten SAP-RPT-1 oder mit Modellen externer Anbieter wie Anthropic, OpenAI, Mistral oder Google, die SAP über den Generative AI Hub anbindet. 
 

SAP BTP als Basis: Von Agent Builder bis Knowledge Graph

Das Fundament bildet SAP BTP, die Business Technology Platform: Sie stellt Integrationsdienste, Datenanbindung, Sicherheitsmechanismen und die Entwicklungsumgebung bereit, mit der Unternehmen eigene Agenten bauen oder bestehende Agenten anpassen können. Das Bauen und Anpassen von Agenten passiert im sogenannten Agent Builder in Joule Studio 2.0, das auf der Sapphire im Mai 2026 vorgestellt wurde und sich in der Joule Work Umgebung befindet. Die Besonderheit des neuen Joule Studios ist die Offenheit gegenüber Drittanbietern. Über das Model Context Protocol (MCP) und das Agent-to-Agent-Protokoll (A2A) können in Joule Studio gebaute Agenten nicht nur mit anderen SAP-Agenten, sondern auch mit Agenten und Modellen außerhalb des SAP-Ökosystems zusammenarbeiten, etwa mit Microsoft 365 Copilot oder mit Modellen von Drittanbietern wie Anthropic. 

Zusätzlich verbindet SAP die BTP mit der SAP Business Data Cloud und dem SAP Knowledge Graph, die Stammdaten, Prozesslogik und Berechtigungen unternehmensweit einheitlich bereitstellen, um Agenten und Assistenten konsistent auf denselben Geschäftskontext zugreifen zu lassen.
 

Diese Bausteine – Joule als Oberfläche, AI Core als Rechenschicht, BTP als Plattform, ergänzt um Business Data Cloud und Knowledge Graph als gemeinsame Datenbasis – bilden zusammen das technische Rückgrat der SAP künstliche Intelligenz-Strategie. Wichtig zu verstehen: SAP positioniert sich dabei nicht als Anbieter eigener Basismodelle für allgemeine Sprachverarbeitung, sondern vor allem als Orchestrierungsschicht, über die Kunden zusätzlich Modelle externer Anbieter anbinden können.

Welche Prozesse lassen sich damit automatisieren?

KI-Agenten entfalten ihren Nutzen besonders dort, wo Prozesse regelbasiert, datenintensiv und fehleranfällig sind. Sie automatisieren wiederkehrende Abläufe, reduzieren manuellen Aufwand und unterstützen Mitarbeitende bei Entscheidungen.

  • Im Finanzbereich (FI) übernimmt beispielsweise der Accounting Accruals Agent die systematische Bearbeitung von Rückstellungen, indem er historische Finanzdaten und relevante Rechnungslegungsvorschriften analysiert und automatisch Buchungsbelege erstellt, die nur noch geprüft werden müssen. Ergänzend sorgt ein Cash Positioning Agent für eine vorausschauende Liquiditätsplanung, indem er Anfangsbestände und prognostizierte Zahlungsströme erfasst und potenzielle Engpässe frühzeitig erkennt. 
  • In der Materialwirtschaft (MM) helfen Agenten dabei, Bestellanforderungen automatisch anzulegen, sobald Meldebestände unterschritten werden, Lieferanten anhand von Leistungsdaten zu bewerten und Liefertermine zu überwachen, um bei Verzug frühzeitig zu eskalieren. Der Production Planning and Operations Agent geht dabei noch einen Schritt weiter: Er prüft automatisch, ob Material, Kapazität und Terminierung für die Freigabe eines Fertigungsauftrags ausreichen, schlägt bei Engpässen alternative Komponenten oder Terminanpassungen vor und übergibt die finale Freigabe an den zuständigen Planer.
  • Im Personalwesen (HR) unterstützt der Performance Preparation Agent Führungskräfte, indem er relevante Leistungsdaten automatisch zusammenstellt und personalisierte Gesprächspunkte für Mitarbeitergespräche generiert. Auch die Vorqualifizierung von Bewerbungen und die Unterstützung bei Onboarding-Prozessen, von Zugangsanträgen bis zur Schulungsplanung, gehören inzwischen zum Standardrepertoire.

Der gemeinsame Nenner all dieser Beispiele: Überall dort, wo Daten aus mehreren Systemen zusammengeführt, Regeln angewendet und Folgeaktionen ausgelöst werden müssen, können KI-Agenten den größten Teil der Arbeit übernehmen und Mitarbeitende nur noch bei echten Ausnahmefällen einbinden.

Was braucht ein Unternehmen, um KI-Agenten in SAP einzusetzen?

Der Einstieg in agentenbasierte SAP KI setzt einige organisatorische und technische Voraussetzungen voraus. Zunächst braucht es ein passendes Cloud-Modell: Ein Großteil der Agentenfunktionen ist auf S/4HANA Cloud oder vergleichbare Cloud-Lösungen ausgelegt. Rein on-premises betriebene ECC-Systeme können viele Funktionen nicht oder nur eingeschränkt nutzen. SAP hat zwar inzwischen Übergangsangebote für Unternehmen geschaffen, die sich bereits in der Migration befinden und einen relevanten Anteil ihrer Wartung bereits in die Cloud verlagert haben, doch eine gewisse Cloud-Nähe bleibt die Grundvoraussetzung.

Hinzu kommt der Zugang zur SAP Business Technology Platform. Ohne einen aktiven BTP-Vertrag lassen sich Agenten weder konfigurieren noch individuell erweitern. Unternehmen benötigen daher entsprechendes technisches Know-how, um Integrationen, Berechtigungen und Datenflüsse korrekt einzurichten, gerade wenn eigene Agenten über Joule Studio entwickelt oder bestehende Agenten an unternehmensspezifische Prozesse angepasst werden sollen.
 

Wer eigene Agenten über Joule Studio entwickeln möchte, sollte zudem die Lizenzierung frühzeitig klären. Die Nutzung wird über das verbrauchsbasierte AI-Units-Modell abgerechnet, und nicht jedes RISE-with-SAP-Kontingent deckt den vollen Funktionsumfang von Joule Studio automatisch ab. Es lohnt sich daher, vor Projektstart zu prüfen, wie viele Joule Assistants und AI Units im bestehenden Vertrag enthalten sind und ob für den geplanten Umfang eine Erweiterung nötig wird.

Nicht zuletzt entscheidet die Datenstrategie über Erfolg oder Misserfolg. KI-Agenten sind nur so gut wie die Daten, auf die sie zugreifen. Uneinheitliche Stammdaten, unklare Verantwortlichkeiten oder fehlende Datenqualität führen unmittelbar zu fehlerhaften Agentenentscheidungen. Unternehmen sollten daher vor der Einführung klären, welche Daten wo liegen, wie aktuell sie sind und wer für ihre Pflege zuständig ist. Ergänzend braucht es ein Governance-Konzept, das festlegt, wer welchen Agenten mit welchen Berechtigungen ausstatten darf und welche Aktionen vollständig autonom laufen dürfen beziehungsweise weiterhin eine menschliche Freigabe benötigen. Diese Fragen sollten vor dem produktiven Einsatz beantwortet sein, nicht danach.

Wie unterscheidet sich Agentic AI von klassischer Prozessautomatisierung?

Der Fachbegriff Agentic AI beschreibt KI-Systeme, die Aufgaben eigenständig und mehrstufig ausführen, dabei Entscheidungen treffen, mit externen Werkzeugen interagieren und ihr Vorgehen an neue Informationen anpassen, ohne dass ein Mensch bei jedem Schritt eingreifen muss. Das unterscheidet Agentic AI grundlegend von klassischer Prozessautomatisierung, wie sie etwa durch RPA, also Robotic Process Automation, bekannt ist.

Klassische Automatisierung folgt starren, vorab definierten Regeln: Wenn X eintritt, führe Y aus. Sie ist schnell und zuverlässig, aber unflexibel – ändert sich der Kontext, muss ein Mensch die Regel anpassen. Agentic AI hingegen kann Kontext interpretieren, mehrere mögliche Vorgehensweisen abwägen und selbst dann sinnvoll weiterarbeiten, wenn eine Situation nicht exakt dem vorgesehenen Muster entspricht. Ein Agent erkennt beispielsweise nicht nur, dass eine Rechnung nicht zur Bestellung passt, sondern kann eigenständig prüfen, ob es sich um einen Tippfehler, eine Teillieferung oder einen echten Fehler handelt, und entsprechend reagieren.

Für Unternehmen bedeutet das: Agentic AI ersetzt nicht per se die bestehende Automatisierung, sondern ergänzt sie um eine Ebene, die mit Unsicherheit und Ausnahmen umgehen kann. Genau diese Fähigkeit macht KI-Agenten für komplexe, variantenreiche SAP-Prozesse interessant, in denen klassische Regeln an ihre Grenzen stoßen.

Fazit

KI-Agenten im SAP-Kontext markieren einen Wendepunkt in der Art, wie Unternehmen ihre ERP-Landschaft nutzen. Aus einem System, das auf Eingaben wartet, wird eines, das mitdenkt und selbstständig handelt. SAP Joule liefert dafür die Oberfläche, spezialisierte Joule Agents übernehmen die eigentliche Ausführung, Joule Assistants koordinieren sie rollenbezogen, SAP AI Core stellt die Rechenleistung bereit, und SAP BTP bildet das Fundament. 

Wer heute die organisatorischen Voraussetzungen schafft – Cloud-Anbindung, BTP-Zugang, saubere Datenstrategie – legt den Grundstein für eine Automatisierungsstufe, die weit über klassische Prozessautomatisierung hinausgeht.

Sie möchten wissen, wie KI-Agenten konkret in Ihrer SAP-Landschaft eingesetzt werden können?

Ob Cloud-Readiness, BTP-Lizenzierung oder Datenstrategie – welche Voraussetzungen bei Ihnen bereits erfüllt sind und wo noch nachjustiert werden muss, lässt sich am besten im direkten Austausch klären. In einem unverbindlichen Beratungsgespräch schauen wir uns gemeinsam Ihre bestehende SAP-Landschaft an und zeigen, welche KI-Agenten für Ihre Prozesse schon heute einsatzbereit sind und wo sich der Einstieg lohnt. Vereinbaren Sie jetzt ein Gespräch mit unseren Expert*innen.

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FAQs:

Das bisherige SAP Joule war im Kern ein reaktiver Assistent: Nutzer stellten eine Frage oder Anfrage, Joule lieferte eine Antwort, Zusammenfassung oder Empfehlung, gehandelt hat aber weiterhin der Mensch. Die neue Welt mit KI-Agenten dreht dieses Prinzip um. Joule Agents beobachten Prozesse eigenständig, erkennen Abweichungen und führen mehrstufige Aufgaben ohne ständige Freigabe aus, während Joule Assistants diese Agenten rollenbezogen koordinieren. SAP Joule ist damit nicht verschwunden, sondern hat sich vom reinen Frage-Antwort-Werkzeug zur Oberfläche einer ganzen Agentenplattform weiterentwickelt, unter der Assistants und Agents zusammenarbeiten.

SAP Joule ist die Plattform und Oberfläche, über die Nutzer mit KI-Funktionen interagieren. Innerhalb dieser Plattform übernehmen Joule Agents die eigentliche Ausführung spezialisierter Aufgaben, während Joule Assistants als rollenbezogene Koordinatoren fungieren, die eine Absicht in konkrete Handlungsschritte übersetzen und die passenden Agenten steuern. Man kann sich Joule also als das Dach vorstellen, unter dem Assistants und Agents jeweils unterschiedliche, sich ergänzende Rollen übernehmen.

Ein Joule Agent führt eine konkrete, fachlich spezialisierte Aufgabe innerhalb eines Prozesses aus, etwa das Prüfen einer Rechnung oder das Planen eines Fertigungsauftrags. Ein Joule Assistant setzt darüber an: Er kennt Rolle und Kontext des Nutzers, übersetzt ein Ziel in konkrete Schritte und koordiniert dafür einen oder mehrere passende Joule Agents im Hintergrund. Vereinfacht gesagt: Agents führen aus, Assistants orchestrieren.

Nur eingeschränkt. Die meisten Agentenfunktionen sind für S/4HANA Cloud oder vergleichbare Cloud-Umgebungen konzipiert. SAP bietet Übergangslösungen für Unternehmen, die sich bereits in der Migration befinden. Ein vollständiger Funktionsumfang erfordert aber in der Regel eine Cloud-Anbindung.

Besonders stark profitieren Finance, Materialwirtschaft und Personalwesen, da hier viele datenintensive, regelbasierte, aber variantenreiche Prozesse existieren. Auch Supply Chain und Kundenservice zeigen bereits deutliche Effizienzgewinne durch den Einsatz spezialisierter Agenten.

Agenten arbeiten innerhalb klar definierter Berechtigungen und Governance-Regeln, die Unternehmen selbst festlegen. Kritische oder folgenreiche Aktionen lassen sich weiterhin an eine menschliche Freigabe koppeln, während Routineaufgaben vollständig autonom laufen können. Die Sicherheit hängt daher wesentlich von der Sorgfalt bei der Konfiguration ab, nicht allein von der Technologie selbst.

Die Kosten variieren stark je nach vorhandener SAP-Landschaft, Lizenzmodell und Umfang der gewünschten Agenten- und Assistant-Funktionen. Neben Lizenzkosten für BTP und Joule fallen häufig Aufwände für Datenaufbereitung, Integration und Change-Management an. Eine belastbare Kosteneinschätzung erfordert in der Regel ein individuelles Beratungsgespräch mit Blick auf die bestehende Systemlandschaft.

Joule Studio ist die Entwicklungsumgebung, mit der Unternehmen eigene KI-Agenten und Skills bauen können, wenn die von SAP mitgelieferten Standardagenten die eigenen Prozesse nicht vollständig abdecken. Der integrierte Agent Builder erlaubt sowohl Low-Code-Entwicklung für Fachbereiche als auch vollständig code-basierte Umsetzung für professionelle Entwicklungsteams. Relevant ist Joule Studio 2.0 vor allem für Unternehmen mit spezifischen, nicht standardisierten Prozessen sowie für alle, die Agenten mit Drittsystemen über MCP oder das A2A-Protokoll verbinden möchten.

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